Immobilienfilm – Einfach verkaufen

Der Auftrag

Für einen überregional tätigen Immobilienmakler soll in einem Pilotprojekt ein Verkaufsfilm bzw. Immobilienfilm erstellt werden. Ziel ist es den Verkaufsprozess durch den Film zu beschleunigen und die Immobilie für potentielle Käufer interessant zu machen.

Im Fokus steht der Preis des Films: Gute Qualität bei niedrigem Preis. Dies würde die Erstellung einer großen Anzahl von Filmen für verschiedene Immobilien ermöglichen. Der Film soll auf DVD oder über einen USB-Werbeträger an potenzielle Käufer verteilt werden und in persönliche Verkaufsgespräche integriert werden können.

Bei der hier darzustellenden Immobilie handelt es sich um eine Hochregal-Lagerhalle in Radevormwald.

Der Kunde zeigt uns im ersten Briefing Beispiele von Mitbewerberfilmen, die ihm gut gefallen haben und Beispiele von seiner Meinung nach verbesserungswürdigen Immobilienfilmen. Dieser Wissensaustausch ermöglicht uns eine gezielte Vorbereitung und gibt uns eine Vorstellung davon, was unser Kunde erwartet. Dies spart in der Vorproduktion Zeit und somit Kosten.

Unsere Lösung für den Immobilienfilm

Bei der Planung des Films steht immer der Kunde des Kunden – der Käufer im Fokus. Das heißt wir „sehen“ das Konzept immer durch die Augen des Käufers: Was interessiert ihn, was sind die Fakten die für einen Kauf entscheidend sind?
Diese harten Fakten – auch deskriptive Dramaturgie genannt – geben den Rahmen für den Film. Es wird also keine Geschichte erzählt. In einem Unternehmensfilm würde dem entgegen eine narrative Dramaturgie verwendet werden, also eine Geschichte erzählt werden.
Ohne den Ballast einer Geschichte ist unser Immobilienfilm nicht nur günstiger (weniger Planung, keiner Schauspieler, kürzerer Dreh), sondern auch besser in ein klassischen Immobilien-Verkaufsgespräch zu integrieren.

Dreharbeiten und Schnitt

Der Dreh erfolgte in einem kleinen Team von zwei Personen. Ein Kameramann inklusive unserer JVC Broadcast-Kamera und ein Redakteur zur Drehorganisation. Ein Best-Boy fürs Licht und als Kameraassistent war durch das niedrige Budget nicht möglich. Vor Ort haben wir mit Hilfe eines LKW die Dimensionen und Vorzüge der Halle darstellen können.

Die Schnittversion erfolgt bei Videmi in diesem Fall innerhalb eines halben Tages. Durch das gute und einfache Konzept kann viel Zeit am Schnittplatz gespart werden.

Wieder was gelernt?

Wir sind stets bemüht optimale Lösungen zu finden. Dafür besprechen wir intern und wenn möglich mit dem Kunden jedes Projekt nach. In diesem Fall hat sich gezeigt, dass eine Vorbesichtigung zwar interessant, aber für einen Immobilienfilm nicht zwingend nötig ist, wenn bereits gutes Fotomaterial zur Verfügung steht. Denn eine deskriptive Dramaturgie ohne den Einsatz von viel Equipment ermöglicht eine sehr flexible Arbeitsweise vor Ort.
Von den samtweichen Kamerafahrten des geliehenen Sliders beeindruckt, haben wir uns nach dem Dreh einen speziell auf unsere Kamera passenden Slider bei IGUS in Köln bestellt.

Der Immobilienfilm als Pilotfilm ist ein voller Erfolg geworden. Der angestrebte Preis kann eingehalten werden und die Qualität stimmt auch. Sicherlich wäre bei mehr Zeit und mehr Geld ein besserer Immobilienfilm möglich gewesen: Aber in diesem Fall stimmt das Verhältnis von Preis und Leistung.