Pogo 12.50 – Neubau der Extraklasse – Einführung

Pogo 12.50 Videmi Knubbel Ger7041

 
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Die Pogo 12.50 von der französisch-bretonischen Werft Structures begeistert seit einigen Jahren die gesamte Segelwelt. Die Pogo ist das einzige Schiff der Welt, welches Segeleigenschaften der Extraklasse mit einem im Verhältnis hohen Maß an Komfort verbindet. Dass dies nicht nur daher gesagt ist, zeigt die Auszeichnung zur Yacht des Jahres 2012. Dadurch ist die kleine Werft auch in der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen worden. Bisher kannte man die Bretonen nur durch die sogenannten Minis – ca. 6 Meter kleine Boote mit unglaublicher Segelleistung (©) – mit denen Einhand über den Atlantik gesegelt wird. Das Bild einer auf den Wellen tanzenden Nussschale ist hier nicht weit hergeholt.

Schiffsbau der neusten Generation

Was die kleine Werft mitten im Nirgendwo – aus Sicht eines Großstädter – auf die Beine gestellt hat ist eindrucksvoll. Modernste Produktionsverfahren und eine hohe Bootsbaukunst ermöglichen es der Werft gleich sechs unterschiedliche Boote anzubieten. Vom 6-Meter Mini bis zum 50 Fuß Maxi. Allen gleich ist der Leichtbau bei gleichzeitiger Steifigkeit. Bevor eine Pogo an ihre Grenzen kommt muss schon viel passieren. Aus dem Kinofilm Titanic noch bekannt ist sicherlich die Aussage „This ship can’t sink“. In Bezug auf die Pogo stimmt dies, denn wasserdichte Schotten vor den Rudern und hinter der Bugsektion, sowie ausgeschäumte Bereiche lassen das Schiff auch nach einer Kollision noch schwimmen.

Woher kommt die Performance der Pogo 12.50?

Die Kraft der Pogo 12.50 beruht auf ihren Genen: Der Rumpf ist nahezu identisch mit dem der Pogo S2 – einem reinrassigen Sportgerät ohne Innenausbau. Der Unterschied zwischen den beiden Booten: am Heck ein bisschen erhöht für mehr Kopffreiheit unter Deck, mit Schränken, Betten sowie einer kleinen Küche ausgestattet und einem etwas kleinerem Mast ohne Backstagen. Dennoch wiegt die Pogo 12.50 in unserer Konfiguration 5,9 Tonnen. In der Praxis kommen noch ein paar Kilo hinzu – Essen, Trinken, Segelsachen etc., sodass wir von einem Gewicht von ca. 6,3 Tonnen ausgehen. Von der Größe vergleichbare Boote wiegen gerne 2 Tonnen mehr. Somit wäre schon mal geklärt, wo die Geschwindigkeit herkommen kann. Nur kann man diese auch abrufen?

Das Schiff kreuzt überhaupt nicht – oder doch?

Was haben wir für negative Berichte gelesen und gehört. Besitzer des Vorgänger klagen über miserable Up-Wind Eigenschaften: 95° Wendewinkel, 35° AWA, Keine Geschwindigkeit bei Welle. Sicherlich ist die neue Pogo mit ihrem Vorgänger nicht mehr zu vergleichen. Doch selbst der Hersteller beschrieb das Kreuzverhalten als schlecht. Im Gegenzug loben alle die Geschwindigkeit vor dem Wind. Durch den Leichtbau kommt das Schiff auch ohne Wellen schnell ins Gleiten. Wo andere Schiffe noch in ihrer Rumpfgeschwindigkeit festhängen, gleitet die Pogo bereits. Geschwindigkeiten von 18-20 Knoten sind kein Problem.

Der erste Test vor der Bretonischen Küste verlief jedoch anders als erwartet. Mit insgesamt 10 Mann an Bord und einiges an Verpflegung erreichten wir eine Geschwindigkeit, die auch die Werft überraschte. „Das ist die schnellste Pogo 12.50 die ich je gesegelt bin“ schwärmte Antoine – unser Ausstatter von der Werft. Wir vermuten, es liegt an dem extra für uns konstruierten 2.20 Meter Festkiel, den modernen und sehr aufwendig gefertigten 3DI-Segel von North Sails (Ein Video zur eindrucksvollen Herstellung) und dem ultra-festen Vorstag aus Kevlar. Auf dem Papier bedeutet dies: 115% der ORC-Performance, 25° AWA, 7,6 Knoten Speed, Wendewinkel von 78°. Damit kann man doch leben!

 

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